Gebetsbuch

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Das jüdische Gebetsbuch wird als „Siddur” (hebräisch: „Ordnung”) bezeichnet. Die Bedeutung des Wortes „Siddur” geht auf die Ordnung und Reihenfolge der darin enthaltenen Gebete zurück. Ein Siddur enthält die Gebete für den Alltag und den Schabbat. Hierzu gehören die drei täglichen Gebete, die als „Schacharith” (Morgengebet), „Mincha” (Nachmittagsgegebet) und „Ma’ariw” (Abendgebet) bezeichnet werden. Zusätzlich hierzu wird am Schabbath und während der biblischen Feiertage Rosch haSchana, Sukkoth, Pessach, Schawu’oth und Rosch Codesch das Mussafgebet gesprochen. Außerdem enthält der Siddur „Brachoth” (hebräisch: „Segenssprüche”), die vor dem Verrichten bestimmter Tätigkeiten wie beispielsweise dem Essen gesagt werden. Auf diese Weise wird hier einer profanen Handlung ein gewisser Heiligkeitsstatus verliehen. Hierin liegt auch der Unterschied zwischen uns rational denkenden Menschen und den durch Triebe gesteuerten Tieren.